Die Geschichte des Friseursalons Rütter in Brünen

Im Jahre 1930 zog es den 21-jährigen Friseur Gustav Rütter von Gahlen nach Brünen.

Dort eröffnete er in einem kleinen Zimmer an der Weseler Str. 74 (damals Hauptstraße 104) sein Friseurstübchen "Figaro". An dieser Stelle einige Preise von damals:

 

Herrenhaarschnitt    0,50 DM

Rasieren                    0,10 DM

Dauerwelle kompl.   2,30 DM.



Geschäftsraum "Figaro" um 1931

Fünf Jahre später baute Gustav Rütter innerhalb von 9 Wochen das Haus mit Geschäft, in dem die Familie heute noch das Friseurhandwerk erfolgreich betreibt.

1936 heiratete er dann Herta Rütter, geb. Schild, die auch den Beruf der Friseurin ausübte. Nach zwei Jahren glücklicher Ehe und drei Jahren Geschäftsführung fuhr das Glück zum ersten mal ins Haus: Sohn Reinhold wurde im Januar 1938 geboren. Eineinhalb Jahre später bekam Reinhold eine kleine Schwester Bärbel.

Während des 2. Weltkrieges wurde das Haus von Italienern besetzt und zum Teil zerstört.

Trotz des Krieges und zweier Kinder machte Gustav 1940 seinen Meister als Friseur in Münster um Lehrlinge ausbilden zu können.

Salon ca. im Jahre 1956
Damensalon Ende der 50'ger
Reinhold während seines Meisterlehrganges 1963

Zu dem Geschwisterpärchen gesellten sich noch Jürgen und Karl-Heinz dazu.

Nach Ende des Krieges lagen die Preise im Friseurgeschäft dann bei

 

Herrenhaarschnitt   1,50 DM

Rasieren                   0,50 DM

Dauerwelle kompl.  7,50 DM

 

 

Als Reinhold Rütter das 14. Lebensjahr erreicht hatte, begann er die Ausbildung als Friseur im elterlichen Geschäft. Den Meisterkurs absolvierte er erfolgreich am 1. April 1963 bei Becks in Bottrop. 

Lotterie und Drogerieartikel in den 60'gern
Neu angebauter Teil von 1969

Nicht nur Reinhold, sondern auch Bärbel und Jürgen erlernten das Friseurhandwerk. Allerdings zog es Jürgen ins Sauerland um seine Ausbildung als Friseur zu erreichen. Später lernte er dort seine Frau Brigitte kennen, die auch Friseurin ist. Jürgen erlangte ebenfalls den Meister und eröffnete mit Brigitte seinen Salon in Dorsten (seit 1969). Ihre beiden Töchter Sandra (Friseurmeisterin seit 1992) und Jessica arbeiten beide im Geschäft mit.

Bärbel heiratete kurz nach der Lehre in eine Familie der KFZ-Branche ein und bekam vier Kinder. Karl-Heinz,  "Kalla" war Postbeamter und hat ebenfals zwei Söhne.



Da Gustav Rütter seit seinem 21. Lebensjahr nur noch ein Bein besaß übernahm Reinhold dann irgendwann seinen Posten im Geschäft und arbeitet bis heut im Herrensalon.

 

Im Jahre 1965 heiratete Reinhold seine jetzige Frau Irene Rütter, geb. Telinde, die bis heute noch als Friseurgehilfin im Laden tätig ist. Ein Jahr später kam dann Tochter Anke zur Welt, die nach erfolgreich bestandener Friseurmeisterprüfung auch den Betriebswirt im Handwerk erreichte.

 

Im September 1970 kam Marc Rütter, derzeitiger Geschäftsinhaber des Salon Haarmoden Rütter, zur Welt und begann 1987 eine Lehre zum Friseur in Wesel bei Wolfgang Schmidt (Heuberg Barber) mit erfolgreichem Abschluß 1990. Nach Wehrdienst und 1 1/2 Jahren Weiterbildung beim "Intercoiffure Klaus Wolf" in Essen, vielen Teilnahmen an Seminaren der Firmen Wella, Intercoiffure Deutschland und Unternehmensberater Hellmann, kehrte er zum Ausbildungsbetrieb nach Wesel zurück und arbeitete in der Filiale "Cut". Im Jahre 1994 legte er erfolgreich die Meisterprüfung ab um dann im elterlichen Betrieb einzusteigen. Er heiratete im Jahre 1999 seine Frau Sandra Rütter, geb. Hemmelberg und gelernte Bürokauffrau. Für Nachwuchs in zweifacher Ausführung wurde auch jetzt wieder gesorgt: Tochter Feli kam 2002, Tochter Leni 2005 zur Welt.

 

Zwischenzeitlich wurde die Geschäftsführung von Reinhold an Marc im Jahr 2003 übergeben. Das Unternehmen hat zwei Festangestellte, drei Aushilfen und die beiden mitarbeitenden Familienmitglieder Reinhold und Irene Rütter.

In dem 2004 dazugekommenen Beauty-Bereich bieten die selbständigen Kosmetikerinnen Kim Daleske und Christiane vom Schemm ein umfangreiches Angebot von med. Fußpflege, verschiedenen Massagen, Kosmetik und Maniküre an.